What about Employer Branding?

Employer Branding – “Heiliger Gral” oder “Hokuspokus”?

Beim Thema „War for Talens“ und dem Wettbewerb um die besten Köpfe und Talente, darf die Königsdisziplin(?) des strategischen Personalmanagements selbstverständlich nicht fehlen: das „Employer Branding“. Über Relevanz und Wirksamkeit des Employer Branding wird unter Experten, Consultants und Unternehmern zuweilen heftigst kontrovers debattiert. Für die einen ist Employer Branding nicht mehr als ein “Hokuspokus”-Trend. Andere halten es für das HR-Trendthema des kommenden Jahrzehnts

Was ist Employer Branding?

Employer Branding ist ein strategischer Managementansatz, bei dem die relevanten Elemente und Konzepte aus der Marketingstrategielehre im Personalwesen angewandt werden. Insbesondere durch Markenbildung (Arbeitgebermarke) soll das Unternehmen insgesamt als attraktiver und aus Sicht des potentiellen Mitarbeiters für die eigene Karriere als förderlicher Arbeitgeber dargestellt werden und sich so von anderen Wettbewerbern im Arbeitsmarkt positiv abheben. Aber auch mit Blick die eigene Belegschaft und zur Mitarbeiterbindung sind Employer Branding Maßnahmen von strategisch hohem Wert.

Gemäß einer aktuellen Studie von Kienbaum ist Employer Branding das wichtigste Werkzeug um dem Fachkräftemangel nachhaltig entgegenzuwirken. Hier können Sie die vollständige HR-Trendstudie 2012 von Kienbaum Consultants International herunterladen (PDF).

Interessante Artikel & Post zum Thema Employer Branding im Web

Der renommierte E-Recruiting Experte und Leiter Recruiting und Employer Branding bei Ernst & Young Marcus Reif leitet in einem Blog-Post auf Personalblogger.net eindrucksvoll statistisch ab, warum der demographische Wandel und der daraus entstehende Fachkräftemangel ohne Employer Branding unweigerlich in eine unternehmerische Sackgasse führen müssen.

Eine dazu etwas kontroverse, wenn auch nicht minder interessante Sicht auf Employer Branding hat da Frank Herold und trifft mit seinem Zitat „Wer als Arbeitgeber nicht interessant ist, ist auch für seine Kunden nicht interessant. Und wer für seine Kunden nicht interessant ist, wird nicht lange Arbeitgeber bleiben“ mitten ins Herz von selbstbezogenen Personalchefs und Unternehmern. Er untermauert dies gleich mit zwei passenden Beispielen von Schlecker (Negativbeispiel) und Grupp von Trigema (wie es auch anders gehen kann).

Strategisch lässt sich diese philosophisch/linguistische Herleitung des Employer Brading wie folgt interpretieren: Unternehmen die nicht im Sinne absoluter Nutzenmaximierung (externe Minimumfaktoren) für Ihre Kunden denken, planen und handeln brauchen sich mit den internen Minimumfaktoren wie Fachkräftemangel und Employer Branding gar nicht erst zu beschäftigen. Da sie keinen echten Nutzwert haben und zur Behebung des dringendsten Bedürfnisses Ihrer Kunden beitragen, werden diese Unternehmen über kurz oder lang vom Markt verschwinden.

Sehenswert: Ein echtes Sahnestückchen zum Thema Employer Branding hat Joachim Diercks, Geschäftsführer von CYQUEST für seine Leser im Netz aufgespürt. In einem sehenswerten YouTube-Clip (Achtung: Satire!) erklärt ein Robot dem anderen Robot das neue Berufsbild des “Employer Branding Consultants” und dessen Komplexität.

 

 

One comment

  1. Ping: What about Employer Branding? HR-Trendthema ode...